Raumakustik im Heimkino

Mit steigendem Anspruch wünschen sich viele Home Cinema Betreiber mit der Zeit auch eine bessere Raumakustik im Heimkino.

Kommerzielle Kinos weisen stets eine optimierte Raumakustik auf, die nicht nur durch die enorme Anzahl an gepolsterten Sitzen erzielt wird, sondern auch durch zusätzliche akustische Maßnahmen. Denn leider führt nicht allein die Technik zu einem runden Klangerlebnis. Ihrem Raum ist genau genommen sogar ziemlich egal, wie gut Ihre Technik ist – ist die Raumakustik schlecht, wird der finale Klang ebenso zu wünschen übrig lassen…

Wie können Sie nun die Raumakustik im Heimkino verbessern, damit der Raum ein gewinnbringendes Element der Klangkette wird?


Ziele

Ziele bei der Verbesserung der Raumakustik im Heimkino sind zum Einen das generelle Verkürzen der Nachhallzeit. Beispiel: in einer Kirche gibt es einen extrem langen Nachhall, teilweise bis 10 Sekunden. Würden wir alle Wände und die Decke mit Breitband Absorbern ausstatten, wäre das nicht mehr so. Die Kirche würde komplett trocken klingen.

Im kleineren Rahmen haben auch normale Räume, wie etwa Ihr Heimkino, einen solchen Nachhall. Den wollen wir also reduzieren.

Desweiteren wollen wir sogenannte Flatterechos beseitigen. Diese entstehen, wenn Schallwellen mittlerer und hoher Frequenz zwischen zwei nackten Wänden hin und her flattern.

Last but not least wollen wir außerdem die lästigen Raummoden loswerden. Was Raummoden sind, klären wir unter anderem in diesem Video. Kurz: Raummoden sind dröhnende Frequenz-Überlagerungen im Bass und den unteren Mitten.


Wie verbessern wir die Raumakustik im Heimkino?

Um die genannten Ziele zu erreichen, bedarf es einer Reduktion der Nachhallzeit über das gesamte Frequenzspektrum. Das ist der Punkt, wo viele Ansätze scheitern. Denn die meisten Maßnahmen, die typischerweise von Laien getroffen werden, haben nur im mittleren und hohen Frequenzbereich eine Wirkung.

Wenn wir z.B. dünnen Schaumstoff im Raum anbringen, erhalten wir nur eine Minimierung der Nachhallzeit im hohen Frequenzbereich. Das oben beschriebene Problem mit den Raummoden z.B. bliebe ausgeklammert, da diese im tiefen Frequenzspektrum liegen, wo der Schaumstoff mit seiner geringen Stärke und Wirkung nichts ausrichtet.

Was wir brauchen: professionelle Absorber mit einer Bautiefe von 14-15cm. Warum? Ganz einfach: aufgrund physikalischer Gesetzmäßigkeiten, die sich nicht umgehen lassen, bedarf es zur porösen Absorption einer Schallwelle mit einer gewissen Länge (tieffrequente Schallwellen sind länger als hochfrequente) schlichtweg dickeres Material.

Eine mehrere Meter lange Schallwelle lacht bloß, wenn ihr 2cm Schaumstoff entgegengesetzt werden. Mit echten Breitband Absorbern von 14-15cm erhalten Sie eine Absorption bis etwa 150 Hz runter. Ab diesem Wert kann man von einer ausreichend breitbandigen Schallreduktion sprechen, die tatsächlich zu einer Klangverbesserung führt, zu Ausgewogenheit und Linearität.

Alles andere, 5cm Schaumstoffe etc., führen nicht zu einer Verbesserung des Schallverhaltens, sondern lediglich zu einer Veränderung dessen; Linearität wird nicht erreicht, sondern ein einseitiger, schlimmstenfalls dumpfer, Klang.


Weitere Mittel

Für die ganz tiefen Bassfrequenzen brauchen wir dann sogar noch dickere Absorber, sogenannte Bassfallen. Diese weisen im Idealfall eine Bautiefe von 50cm auf, für eine starke Wirkung unterhalb von 150 Hz, wo selbst die 14cm dicken Absorber nicht mehr hinkommen.

Die weiteren Mittel, die wir nutzen können, um die Raumakustik im Heimkino zu verbessern, werden im Video erläutert. Auch wird erklärt, was Sie bereits mit gewöhnlichem Mobiliar erreichen können.


Video Raumakustik im Heimkino


Die Akustikmodule in der Praxis

Die Kombination aus Browne Bassfallen und Browne Breitband Absorbern sorgt für eine ausgeglichene Schallabsorption über das gesamte Frequenzspektrum. Die Browne Diffusoren können darüber hinaus den verbleibenden Nachhall weicher machen und angenehmer klingen lassen.

Alle benötigten Module finden Sie in unserem Online-Shop.