Raumakustik im Tonstudio

Mit der Raumakustik im Tonstudio kann natürlich vieles gemeint sein, ein Studio besteht ja meist nicht nur aus einem Raum.

Hier geht es konkret um die Tonstudio Regie, also den Raum, wo Musik abgehört/bearbeitet wird, sei es zum Zwecke der Aufnahmeleitung, Mixing, Mastering oder Produktion.

Wie bereits gesagt, genügt die Verwendung drei verschiedener Akustikmodule, um jede Art von Raumakustik zu erreichen. Das sind die Browne Bassfalle, der Browne Breitband Absorber sowie der Browne Diffusor.


Skizze Raumakustik im Tonstudio

Im Falle der Raumakustik im Tonstudio könnte das in der Praxis wie abgebildet aussehen.

Raumakustik im Tonstudio Skizze

Die Skizze zeigt eine mögliche Art die Raumakustik im Tonstudio zu gestalten. In jeder Raumecke werden zwei Browne Bassfallen aufeinander gestapelt, da tieffrequenter Schall sich vorwiegend ebendort tummelt. Somit hat die Platzierung der Bassfallen hier den größten Effekt. Dröhnen und Wummern werden unterbunden, die Raumresonanzen geglättet. An den sogenannten Spiegel-Punkten werden Browne Breitband Absorber angebracht, welche die Erstreflexionen absorbieren. Die Browne Diffusoren an der Rückwand fächern nach hinten gelangenden Schall auf und sorgen dafür, dass er nicht direkt wieder zu unserer Abhörposition zurückprallt, sondern weitflächig im Raum verteilt wird. Einzelheiten siehe Video.


Video Raumakustik im Tonstudio

Das Video erklärt das Szenario im Einzelnen! Hier im Artikel gehen wir eher noch auf einige Details ein.


LEDE Raumakustik im Tonstudio

Im Tonstudio bzw. der Tonstudio Regie sitzen wir normal immer an einem bestimmten Punkt, und zwar an unserem Abhörsitz. Hier hören wir die Musik ab, bearbeiten sie, mischen, mastern, produzieren. Alles – in der Regel – ohne uns groß von dort wegzubewegen.

Sinnvoll ist daher eine Gestaltung der Raumakustik anhand des sogenannten LEDE Verfahrens. Dieses wird auch im Video erläutert. Die Raumakustik wird hier auf einen bestimmten Punkt des Raumes bezogen optimiert.

Vorteil: günstiger als die Raumakustik für den ganzen Raum zu verbessern.

Nachteil: an jeder anderen Stelle im Raum haben Sie eine schlechtere Akustik als am Abhörsitz.

Der genannte Nachteil egalisiert sich, je mehr Absorber Sie im Raum anbringen, denn je mehr Sie davon installiert haben, desto mehr Schall wird geschluckt und desto besser wird die Raumakustik insgesamt sein, nicht nur am Abhörpunkt (auch wenn sie da immer noch besser sein wird als woanders im Raum).


Ganzheitliche Raumakustik

Das Gegenteil zum genannten LEDE-Verfahren wäre das sogenannte ganzheitliche Verfahren. Hier werden die Absorber nicht an den sogenannten Erstreflexions-Punkten installiert, sondern gleichmäßig überall im Raum. Ziel ist hier eine trockene Raumakustik an jedem Punkt des Raumes.

Möglich ist auch z.B. die vordere und hintere Wand komplett mit Breitband Absorbern auszustatten, das Ergebnis wäre auch eine ganzheitliche Optimierung (wobei das Wort ganzheitlich eigentlich immer in Anführungszeichen zu sehen ist, da die Raumakustik an unterschiedlichen Stellen im Raum IMMER etwas anders sein wird).


Kombination beider Verfahren

Vielleicht entscheiden Sie sich aber auch für eine Kombination der beiden Verfahren: Sie richten Ihren Raum der Skizze entsprechend ein, und kleiden dann zusätzlich eine vollständige Wand mit Breitband Absorbern ein, vorzugsweise die Wand hinter den Lautsprechern (wo in unserem Fall das Fenster zum Aufnahmeraum ist).

So erreichen Sie einerseits eine noch trockenere Raumakustik am Abhörpunkt, haben andererseits aber auch eine Verbesserung der Akustik an jedem Punkt des Raumes, weil eben mehr Schall insgesamt geschluckt wird.


Problem übermäßiger Absorption

Über die Problematik übermäßiger Absorption haben wir bei den häufig gestellten Fragen gesprochen. Kurz: es kann auch zuviel absorbiert werden, die hier genannten Szenarien führen aber höchstwahrscheinlich noch nicht dazu. Im Studio wird es in der Regel erst ab über 50% Absorption (gegenüber 50% nicht absorbierender Fläche) kritisch bzw. kontraproduktiv.


Die Schritte aus dem Video

  1. Lautsprecher “mittiger” (mittig in Bezug auf die Links-Rechts-Achse, nicht exakt mittig in Bezug auf vorne/hinten, hier aber etwas Wandabstand halten)
  2. Stereodreieck beachten
  3. Bassfallen in die Raumecken
  4. Absorber an Spiegelpunkten
  5. Diffusoren (Rückwand)

Die Kombination aus Browne Bassfallen und Browne Breitband Absorbern sorgt für eine ausgeglichene Schallabsorption über das gesamte Frequenzspektrum. Die Browne Diffusoren fächern nach hinten gelangenden Schall gezielt auf und verteilen ihn gleichmäßig im Raum, so dass dieser nicht eiskalt wieder zu Ihrer Abhörposition zurückprallt.


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